Transition Investing

Marktüberblick · Akteure

Akteure im Feld Transition Investing

Zwölf Gruppen von Akteuren prägen das Feld Transition Investing in Europa: von der Gesetzgebung über Anleger und Anbieter bis zur Zivilgesellschaft. Jede Gruppe blickt mit einer eigenen Frage auf das Thema. Ein Klick auf eine Kachel führt zur jeweiligen Gruppe.

Auswahl der wesentlichen Akteure je Gruppe mit Schwerpunkt auf der Europäischen Union und Deutschland, ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne Wertung. Positionen beruhen auf öffentlich zugänglichen Veröffentlichungen der Akteure oder auf Fachberichten, überwiegend aus dem Jahr 2026; Zitate stehen in der Originalsprache. Positionen können sich im weiteren Verfahren zu SFDR 2.0 ändern. Stand: Oktober 2026.

Politik und Gesetzgebung

Wie lenken wir Kapital in den Umbau?

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Gesetzgeber in der EU und in den Mitgliedstaaten, internationale Foren und Beratungsgremien.

Europäische Kommission

Brüssel

Rolle
Hat am 20. November 2025 den Vorschlag zur Überarbeitung der Offenlegungsverordnung (SFDR 2.0) vorgelegt. Sie verhandelt im Trilog mit und erlässt danach die delegierten Rechtsakte, die unter anderem festlegen, was ein „glaubwürdiger“ Transitionsbeitrag ist.
Position
Will die Regeln vereinfachen und Greenwashing über drei Produktkategorien eindämmen. Im Vorschlag sind Unternehmen mit neuen fossilen Projekten aus der Transition-Kategorie ausgeschlossen.
Nächste Schritte
Trilog mit Rat und Parlament; danach delegierte Rechtsakte und die Anpassung der Vertriebsregeln (MiFID, IDD) an die neuen Kategorien.

Pressemitteilung zum Vorschlag ↗

Europäisches Parlament, Wirtschafts- und Währungsausschuss (ECON)

Brüssel und Straßburg

Rolle
Mitgesetzgeber. Berichterstatter für SFDR 2.0 ist Gerben-Jan Gerbrandy (Renew Europe, Niederlande).
Position
Der ECON-Bericht (A10-0234/2026, angenommen am 10. September 2026) behält den 1-%-Kohleausschluss bei, lässt Unternehmen mit fossilen Umsätzen nur unter strengen Bedingungen in die Transition-Kategorie, ergänzt einen Ausschluss bei schweren Menschenrechtsverletzungen und lässt allgemeine öffentliche Anleihen aus der EU bis zu 15 % des Portfolios zu.
Nächste Schritte
Bestätigung des Verhandlungsmandats im Plenum, anschließend Trilog.

Bericht A10-0234/2026 ↗

Rat der EU (irische Ratspräsidentschaft)

Brüssel; Präsidentschaft Irland von Juli bis Dezember 2026

Rolle
Mitgesetzgeber, vertritt die Mitgliedstaaten. Die irische Ratspräsidentschaft führt die Trilogverhandlungen für den Rat.
Position
Das Mandat vom 24. Juni 2026 erhält die Struktur des Vorschlags, schafft aber Flexibilität: Der 1-%-Kohleausschluss entfällt, Unternehmen mit fossilen Umsätzen sind bei mindestens 20 % taxonomiekonformen Investitionsausgaben und einer Paris-kompatiblen Strategie zugelassen, die Anlaufphase ist auf drei Jahre begrenzt, AIF für professionelle Anleger können auf die Kategorisierung verzichten.
Nächste Schritte
Trilog; Beobachter halten eine politische Einigung bis Ende 2026 für möglich.

Pressemitteilung des Rates ↗

Platform on Sustainable Finance

Expertengremium der Europäischen Kommission

Rolle
Berät die Kommission bei Taxonomie und Sustainable Finance. Sie hat die Einteilung in Kategorien wie „Transition“ und „Sustainable“ vorgedacht und im Januar 2025 Kernelemente zur Bewertung von Transitionsplänen vorgelegt („Building trust in transition“).
Position
Betont den Zusammenhang zwischen taxonomiekonformen Investitionsausgaben und der Glaubwürdigkeit von Transitionsplänen. Das dritte Mandat (Februar 2026 bis Ende 2027) setzt Schwerpunkte bei Vereinfachung, Transition Finance und kleinen und mittleren Unternehmen.
Nächste Schritte
Voraussichtlich Beiträge zur Ausgestaltung der Kriterien nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens.

Seite der Plattform ↗

Aufsicht und Zentralbanken

Hält das Etikett, was es verspricht?

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Europäische und nationale Finanzaufsicht, Zentralbanken und ihre Netzwerke.

Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde (ESMA)

Paris

Rolle
Setzt mit den Leitlinien zu Fondsnamen die heute geltenden Regeln für Begriffe wie „Transition“ im Fondsnamen und veröffentlichte im Oktober 2025 einen Bericht zu Strategien von Transition-Fonds.
Position
Greenwashing bleibt Priorität. Im Arbeitsprogramm 2027 kündigt die ESMA an, Transition Finance besondere Aufmerksamkeit zu widmen.
Nächste Schritte
Technische Beratung zu den Level-2-Regeln von SFDR 2.0, möglicherweise mit Verbrauchertests, und Überarbeitung der Fragen und Antworten.

Arbeitsprogramm 2027 (PDF) ↗

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin)

Bonn und Frankfurt am Main

Rolle
Beaufsichtigt Fondsgesellschaften und Vertrieb in Deutschland und setzt die europäischen Vorgaben in der Verwaltungspraxis um.
Position
Wendet die ESMA-Leitlinien zu Fondsnamen seit dem 1. Januar 2025 an, für bestehende Fonds seit dem 21. Mai 2025. Für „Transition“ im Namen gelten damit die Ausschlüsse der Klima-Referenzwerte für den klimabedingten Wandel.
Nächste Schritte
Aufsicht über die Umstellung der Fonds auf die neuen Kategorien, sobald SFDR 2.0 anwendbar ist.

Aufsichtsmitteilung zu Fondsnamen ↗

Europäische Zentralbank (EZB), Bankenaufsicht

Frankfurt am Main

Rolle
Beaufsichtigt die bedeutenden Banken im Euroraum. Banken müssen nach dem neuen Bankenaufsichtsrecht Übergangspläne für Klimarisiken aufstellen.
Position
Behandelt Klima- und Naturrisiken als Teil der Kernaufsicht und hat bei unzureichender Umsetzung erstmals Zwangsgelder verhängt. Zu den Übergangsplänen der Banken führt sie 2026 zunächst informelle Gespräche.
Nächste Schritte
Förmliche Bewertung der Übergangspläne der Banken ab 2027.

Aufsichtsprioritäten der EZB ↗

Network for Greening the Financial System (NGFS)

Netzwerk von Zentralbanken und Aufsichtsbehörden, Sekretariat in Paris

Rolle
Entwickelt Klimaszenarien und Leitfäden, die Aufsicht und Finanzbranche weltweit nutzen, etwa für Stresstests und Übergangspläne.
Position
Veröffentlichte im Juni 2026 Berichte zu Klimawandel und Geldpolitik und im September 2026 einen Leitfaden für Aufseher zu Klima- und Naturrisiken.
Nächste Schritte
Anwendung des Leitfadens in der Aufsichtspraxis der Mitglieder.

Publikationen des NGFS ↗

Kapitalgeber

Bewirkt mein Geld etwas?

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Pensionseinrichtungen, Versicherer, Stiftungen, Family Offices und Privatanleger.

Net-Zero Asset Owner Alliance (NZAOA)

Von den Vereinten Nationen einberufene Allianz von Pensionsfonds und Versicherern

Rolle
Zusammenschluss großer institutioneller Anleger, die ihre Portfolios auf Netto-Null ausrichten wollen; zu den Gründungsmitgliedern gehört die Allianz.
Position
Das aktualisierte Zielsetzungsprotokoll führt „Transition Targets“ ein: Mitglieder sollen gezielt Kapital in emissionsintensive Unternehmen mit glaubwürdigen Transitionsplänen lenken. Gegenüber der Politik fordert die Allianz, Investitionen in solche Unternehmen über SFDR und Klima-Referenzwerte zu erleichtern.
Nächste Schritte
Umsetzung der neuen Ziele durch die Mitglieder; zusätzlich Erwartungen an Manager im Private-Markets-Bereich.

Seite der Allianz ↗

ABP und APG

Niederlande

Rolle
ABP ist der größte Pensionsfonds Europas, APG verwaltet dessen Vermögen.
Position
ABP will bis 2030 rund 30 Mrd. € in die Klimatransition investieren, davon 10 Mrd. € als Impact-Investments, und die absoluten Emissionen des Portfolios bis 2030 gegenüber 2019 halbieren.
Nächste Schritte
Umsetzung der Klimaziele bis 2030.

Anlagepolitik von ABP (PDF) ↗

Norges Bank Investment Management (NBIM)

Oslo

Rolle
Verwaltet den norwegischen Staatsfonds, einen der größten Anleger der Welt mit Beteiligungen an tausenden Unternehmen.
Position
Der Klimaaktionsplan 2030 setzt auf Engagement: Unternehmen sollen Netto-Null-Ziele und Zwischenziele über Scope 1, 2 und 3 sowie Transitionspläne vorlegen; von besonders hohen Emittenten erwartet NBIM dies vorrangig.
Nächste Schritte
Umsetzung des Plans 2026 bis 2030, mit stärkerem Blick auf physische Risiken, Anpassung und Natur.

Klimaaktionsplan 2030 ↗

Privatanleger

Europa

Rolle
Sparen über Fonds, ETFs und Altersvorsorgeprodukte. Für sie sind Kategorien, Fondsnamen und die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen in der Beratung gedacht.
Position
In einer Umfrage des europäischen Verbraucherverbands BEUC vom Oktober 2025 gaben 62 % an, Unternehmen ausschließen zu wollen, die neue fossile Projekte entwickeln.
Nächste Schritte
Spürbar wird die Reform für Privatanleger erst mit der Anwendung von SFDR 2.0 und den angepassten Beratungsregeln.

BEUC zur SFDR-Reform ↗

Vertrieb und Anlageberatung

Wie erkläre ich Transition?

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Banken, Vermögensverwalter, Anlageberater und Fondsplattformen.

European Banking Federation (EBF)

Brüssel

Rolle
Dachverband der europäischen Bankenverbände; Banken sind in vielen Ländern der wichtigste Vertriebsweg für Fonds.
Position
Unterstützt die Vereinfachung. Fordert, die Abfrage der Nachhaltigkeitspräferenzen deutlich zu vereinfachen, auf alle Finanzinstrumente und Dienstleistungen anzuwenden und SFDR 2.0 mit MiFID, IDD und PRIIPs abzustimmen (Position vom Februar 2026).
Nächste Schritte
Mitwirkung an der Anpassung der delegierten Rechtsakte zu MiFID und IDD.

Position der EBF (PDF) ↗

FinDatEx und das European ESG Template (EET)

Gemeinsame Plattform europäischer Branchenverbände

Rolle
Stellt mit dem EET den Standard bereit, über den Fondsanbieter Nachhaltigkeitsdaten an Vertriebe, Plattformen und Versicherer liefern. Ohne diese Daten kann der Vertrieb Kategorien nicht abbilden.
Position
Keine eigene politische Position; maßgeblich ist die technische Umsetzung.
Nächste Schritte
Das EET muss an die neuen Kategorien angepasst werden, bevor SFDR 2.0 angewendet wird.

Seite von FinDatEx ↗

Hinweis: Ein konkreter Zeitplan für die Anpassung des EET an SFDR 2.0 war nicht auffindbar.

Fondsselektoren und Dachfondsmanager

Europa

Rolle
Wählen Fonds für Banken, Vermögensverwaltungen und Dachfonds aus und übersetzen Kategorien in Empfehlungslisten.
Position
Fachberichte erwarten, dass die neuen Kategorien die Auswahl vereinfachen, sehen aber Unsicherheit, wie viele Fonds künftig als Transition-Fonds gelten.
Nächste Schritte
Überprüfung der Auswahllisten, sobald Anbieter ihre Fonds den neuen Kategorien zuordnen.

Fachbericht zu Selektoren (RankiaPro) ↗

Produktanbieter

Wie erfülle ich die Kategorie?

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Fondsgesellschaften, ETF- und Indexanbieter sowie Manager alternativer Investments.

Amundi

Paris

Rolle
Größter Vermögensverwalter Europas und großer Anbieter von ETFs auf Klima-Referenzwerte.
Position
Hat Ende 2022 fast alle seine Artikel-9-Fonds auf Artikel 8 herabgestuft, als die Anforderungen an nachhaltige Investitionen klarer gefasst wurden. Eine eigene öffentliche Stellungnahme zur Transition-Kategorie war nicht auffindbar.
Nächste Schritte
Zuordnung der Fondspalette zu den neuen Kategorien nach Abschluss der Gesetzgebung.

Amundi ↗

Hinweis: Position zu SFDR 2.0 nicht öffentlich belegt.

BlackRock (iShares)

New York; europäische ETF-Plattform iShares

Rolle
Bietet in Europa zahlreiche ETFs auf EU-Klima-Referenzwerte an (Paris-abgestimmt und klimabedingter Wandel). Solche Fonds gelten nach dem Kommissionsvorschlag automatisch als Transition-Produkte.
Position
Eine eigene öffentliche Stellungnahme zur Transition-Kategorie war nicht auffindbar.
Nächste Schritte
Entscheidend ist, ob der Weg über Klima-Referenzwerte im Trilog unverändert bleibt.

iShares ↗

Hinweis: Position zu SFDR 2.0 nicht öffentlich belegt.

Robeco

Rotterdam

Rolle
Anbieter mit ausgeprägtem Nachhaltigkeitsprofil und eigenen Klima-Transition-Fonds, etwa „Robeco Global Climate Transition Equities“.
Position
Begrüßt die Reform als Beitrag zu weniger Komplexität, geringerem Berichtsaufwand und mehr Klarheit bei Nachhaltigkeitsaussagen.
Nächste Schritte
Einordnung der Transition-Fonds in die neue Kategorie.

Robeco zu SFDR 2.0 ↗

ÖKOWORLD

Hilden

Rolle
Deutscher Anbieter nachhaltiger Fonds; der Fonds „ÖKOWORLD Global Transition“ trägt das FNG-Siegel Transition.
Position
Zeigt, dass Fonds mit Transition-Ansatz bereits heute nach einem eigenen Qualitätsstandard zertifiziert werden.
Nächste Schritte
Einordnung in die Transition-Kategorie nach SFDR 2.0.

ÖKOWORLD ↗

Realwirtschaft

Wer finanziert unseren Umbau?

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Unternehmen im Wandel, Projektentwickler und Mittelstand. Die folgenden Unternehmen stehen beispielhaft für Sektoren, an denen sich die Debatte entzündet.

RWE

Essen

Rolle
Großer Stromerzeuger mit Braunkohle im Portfolio und starkem Ausbau erneuerbarer Energien.
Position
Die Science Based Targets initiative hat die Klimaziele im Januar 2025 als 1,5-Grad-kompatibel bestätigt. RWE hält am Kohleausstieg 2030 fest und will bis 2040 Netto-Null erreichen.
Nächste Schritte
Kohleausstieg bis 2030; für Fonds ist RWE ein Testfall für den Umgang mit Kohleverstromung und Ausstiegsplänen.

RWE zur SBTi-Bestätigung ↗

Enel

Rom

Rolle
Einer der größten Versorger Europas mit Fokus auf Netze und erneuerbare Energien.
Position
Ziele nach SBTi für den 1,5-Grad-Pfad, Netto-Null über alle Scopes bis 2040. Der Strategieplan 2026 bis 2028 sieht rund 53 Mrd. € Investitionen vor, davon etwa 20 Mrd. € in erneuerbare Energien und über 26 Mrd. € in Netze.
Nächste Schritte
Umsetzung des Strategieplans bis 2028.

Strategieplan 2026–2028 (PDF) ↗

Heidelberg Materials

Heidelberg

Rolle
Einer der größten Zementhersteller der Welt, ein Sektor mit schwer vermeidbaren Prozessemissionen.
Position
Der Klimatransitionsplan 2026 setzt auf CO₂-Abscheidung und -Speicherung (CCS): Seit Juni 2025 läuft die Anlage in Brevik (Norwegen), weitere Projekte folgen. Bis 2030 sollen die Emissionen je Tonne zementartigen Materials um 26,7 % gegenüber 2020 sinken.
Nächste Schritte
Ausbau weiterer CCS-Projekte, etwa in Padeswood (Vereinigtes Königreich).

Klimatransitionsplan 2026 (PDF) ↗

ArcelorMittal

Luxemburg

Rolle
Größter Stahlhersteller Europas.
Position
Hat mehrere Projekte für emissionsarmen Stahl in Europa verschoben, darunter in Bremen und Eisenhüttenstadt, und verweist auf Energiepreise, fehlenden grünen Wasserstoff und Schwächen beim CO₂-Grenzausgleich. Die Emissionsziele für 2030 hält das Unternehmen nach eigenen Angaben nicht mehr für erreichbar. Im Februar 2026 kündigte es einen Elektrolichtbogenofen in Dünkirchen an.
Nächste Schritte
Inbetriebnahme des Lichtbogenofens in Dünkirchen ist für 2029 geplant.

ESG Today zu den Verschiebungen ↗

TotalEnergies

Paris

Rolle
Integrierter Öl-, Gas- und Stromkonzern; Beispiel für die Streitfrage, ob fossile Unternehmen in Transition-Fonds gehören.
Position
Plant bis 2030 ein Wachstum der Öl- und Gasförderung von über 3 % pro Jahr und zugleich über 20 % Wachstum bei der Stromerzeugung. Die Scope-1- und Scope-2-Emissionen des Öl- und Gasgeschäfts sollen bis 2030 gegenüber 2015 um 50 % sinken.
Nächste Schritte
Ob solche Unternehmen in Transition-Fonds zulässig sind, entscheidet sich im Trilog.

Strategie 2026 ↗

Daten und Ratings

Wie wird Transition messbar?

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Anbieter von ESG-Daten, Nachhaltigkeitsratings und Klimaanalysen. Seit dem 2. Juli 2026 gilt für ESG-Ratinganbieter die EU-Verordnung 2024/3005; sie benötigen eine Zulassung der ESMA.

MSCI

New York

Rolle
Großer Anbieter von ESG-Ratings, Klimadaten und Indizes, darunter Indizes nach den EU-Klima-Referenzwerten.
Position
Analysiert die Folgen von SFDR 2.0 für Fonds und Indizes für seine Kunden.
Nächste Schritte
Zulassung als ESG-Ratinganbieter nach der EU-Verordnung.

MSCI ↗

Morningstar Sustainalytics

Chicago und Amsterdam

Rolle
Anbieter von ESG-Risikoratings und Fondsdaten; prägt mit Morningstar die Fondsauswahl in Europa.
Position
Erwartet in einer Analyse, dass die Transition-Kategorie eine Nische bleibt, mit höchstens rund 3 % des Fondsvermögens in der EU.
Nächste Schritte
Laufende Auswertung der Zuordnung von Fonds zu den neuen Kategorien.

SFDR 2.0 in Figures ↗

ISS STOXX

Teil der Gruppe Deutsche Börse

Rolle
Anbieter von ESG-Ratings, Stimmrechtsberatung und Indizes, darunter STOXX-Indizes nach den EU-Klima-Referenzwerten.
Position
Eine eigene öffentliche Stellungnahme zur Transition-Kategorie war nicht auffindbar.
Nächste Schritte
Zulassung als ESG-Ratinganbieter nach der EU-Verordnung.

ISS STOXX ↗

Hinweis: Position zu SFDR 2.0 nicht öffentlich belegt.

CDP

London

Rolle
Gemeinnützige Plattform, über die Unternehmen weltweit Klima-, Wasser- und Walddaten offenlegen; wichtige Datenquelle für Anleger.
Position
Liefert Rohdaten, auf die sich Bewertungen von Transitionsplänen stützen.
Nächste Schritte
Fortlaufende jährliche Datenabfrage bei Unternehmen.

CDP ↗

Prüfung und Siegel

Lässt sich das belegen?

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Wirtschaftsprüfer, Anbieter von Zweitmeinungen und Zertifizierungsstellen für Siegel.

FNG-Siegel

Forum Nachhaltige Geldanlagen; Zertifizierung durch Advanced Impact Research (AIR)

Rolle
Qualitätsstandard für nachhaltige Publikumsfonds in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Position
Für das Siegeljahr 2026 erhielten 190 Fonds das FNG-Siegel. Erstmals wurde zusätzlich das FNG-Siegel Transition vergeben, für Fonds, die in Unternehmen und Geschäftsfelder im Wandel investieren.
Nächste Schritte
Abstimmung der Siegelkriterien mit den Kategorien von SFDR 2.0.

FNG-Siegel ↗

Label ISR und Label Greenfin

Frankreich (staatliche Labels)

Rolle
Die wichtigsten Nachhaltigkeitslabels für Fonds in Frankreich.
Position
Das Label ISR schließt seit 2025 Unternehmen aus, die neue Öl- und Gasprojekte starten; ab 2026 sollen 15 % des Portfolios in Sektoren mit hoher Klimawirkung mit Paris-kompatiblen Transitionsplänen liegen. Für das Label Greenfin wurde im April 2026 eine eigene Transition-Variante angekündigt.
Nächste Schritte
Festlegung der Kriterien für die Greenfin-Transition-Variante bis Ende 2026.

Label ISR ↗

Hinweis: Angaben zur Reform beider Labels stammen teils aus Sekundärquellen.

Towards Sustainability

Belgien; getragen von Febelfin, vergeben von der Central Labelling Agency

Rolle
Verbreitetes Nachhaltigkeitslabel für Finanzprodukte in Belgien und darüber hinaus.
Position
Das Label wurde zuletzt überarbeitet; wie es auf die Kategorien von SFDR 2.0 abgestimmt wird, ist offen.
Nächste Schritte
Anpassung an SFDR 2.0 nach Abschluss der Gesetzgebung.

Towards Sustainability ↗

Hinweis: Konkrete Pläne zur Abstimmung mit SFDR 2.0 waren nicht auffindbar.

Climate Bonds Initiative

London

Rolle
Zertifiziert grüne Anleihen und seit Version 4 ihres Standards auch Unternehmen mit Paris-kompatiblen Zielen und glaubwürdigem Transitionsplan.
Position
Die Version 4.3 (August 2025) ergänzt Kriterien für Investitionen in Klimaresilienz.
Nächste Schritte
Weiterentwicklung von Sektorkriterien für emissionsintensive Branchen.

Climate Bonds Standard ↗

Wirtschaftsprüfer und Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

Deutschland; internationaler Standardsetzer IAASB

Rolle
Prüfen Nachhaltigkeitsberichte der Unternehmen, auf deren Daten Transition-Fonds aufbauen.
Position
Mit ISSA 5000 gibt es einen weltweiten Standard für die Prüfung von Nachhaltigkeitsinformationen; das IDW hat ihn als ISSA [E-DE] 5000 übernommen.
Nächste Schritte
Anwendung für Berichtszeiträume ab dem 15. Dezember 2026.

IDW zu ISSA [E-DE] 5000 ↗

Beratung und Kanzleien

Wie setzen wir das rechtssicher um?

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Rechtsanwaltskanzleien sowie Unternehmens- und Strategieberatungen. Die Auswahl beruht auf öffentlich zugänglichen Analysen zu SFDR 2.0 und ist keine Empfehlung.

Linklaters

London, mit Büros in Europa

Rolle
Internationale Kanzlei mit eigenem Blog zu Sustainable Finance.
Position
Analysierte das Ratsmandat als „one step closer to trilogues“ und ordnet die Änderungen für Anbieter ein.
Nächste Schritte
Begleitung der Trilogverhandlungen und der Umsetzung.

Analyse zum Ratsmandat ↗

Morrison Foerster

San Francisco, mit Büros in Europa

Rolle
Internationale Kanzlei mit Schwerpunkt Finanzaufsichtsrecht.
Position
Fasst die vom Rat vorgeschlagenen Änderungen für Finanzmarktteilnehmer zusammen, etwa zu Ausschlüssen, Anlaufphase und AIF für professionelle Anleger.
Nächste Schritte
Begleitung der Trilogverhandlungen.

Analyse zum Ratsmandat ↗

Travers Smith

London

Rolle
Kanzlei mit starkem Fokus auf Fonds und Private Markets.
Position
Bewertet die Ratsposition als „broadly welcome changes“ und fragt, ob sie den Trilog überstehen.
Nächste Schritte
Analyse der Parlamentsposition und des Trilogergebnisses.

Analyse zum Ratsmandat ↗

Danesmead Advisory

London

Rolle
Beratung für Fondsmanager zu Nachhaltigkeitsregulierung.
Position
Verfolgt das Verfahren mit regelmäßigen Updates, etwa zum Ratsmandat und zum Stand im April 2026.
Nächste Schritte
Weitere Updates zum Trilog.

Update zum Ratsmandat ↗

Verbände und Initiativen

Was braucht die Praxis?

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Branchen- und Fachverbände, Investoreninitiativen sowie Standardsetter und Rahmenwerke, etwa für Taxonomien, Transitionspläne und Anleihen.

BVI Bundesverband Investment und Asset Management

Frankfurt am Main

Rolle
Verband der Fondsbranche in Deutschland.
Position
Die Kriterien der Transition-Kategorie sollen Investitionen erleichtern. Mindestausschlüsse hält der BVI für kontraproduktiv, weil Unternehmen im Wandel schädliche Aktivitäten erst schrittweise abbauen. Für die Umsetzung fordert er mindestens zwölf Monate (Positionspapier vom Februar 2026).
Nächste Schritte
Begleitung des Trilogs und der delegierten Rechtsakte.

Positionspapier (PDF) ↗

BAI Bundesverband Alternative Investments

Bonn

Rolle
Verband der Anbieter und Investoren alternativer Investments in Deutschland, also Private Equity, Infrastruktur, Private Debt und Immobilien.
Position
Hat am 6. April 2026 eine Stellungnahme zum Kommissionsvorschlag eingereicht und befasst sich mit Impact Investing und ESG in illiquiden Anlageklassen.
Nächste Schritte
Begleitung der Frage, ob AIF für professionelle Anleger auf die Kategorisierung verzichten dürfen.

BAI zu Sustainable Finance ↗

Hinweis: Die Inhalte der BAI-Stellungnahme vom April 2026 wurden nicht im Einzelnen ausgewertet.

EFAMA

Brüssel

Rolle
Europäischer Dachverband der Fondsbranche.
Position
Hält strenge Ausschlüsse in der Transition-Kategorie für falsch: “Excluding carbon-intensive sectors from transition-categorised products does not accelerate decarbonisation, it simply creates a Transition category that finances the already-green rather than the actively-transitioning.” Allgemeine Staatsanleihen sollen anrechenbar bleiben; die Umsetzung soll mindestens 18 Monate dauern dürfen.
Nächste Schritte
Begleitung des Trilogs; die Parlamentsposition zu Staatsanleihen bewertet EFAMA als pragmatisch.

Stellungnahme vom März 2026 ↗

Eurosif und Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG)

Brüssel; FNG in Berlin für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Rolle
Europäischer Fachverband für nachhaltige Geldanlagen und sein deutschsprachiges Mitglied.
Position
Eurosif begrüßt drei Kategorien und den Ausschluss fossiler Expansion, sieht aber Lücken, etwa bei angepassten Kriterien für private Anlageklassen und Immobilien sowie bei sozialen Kriterien: “Social criteria receive comparatively limited attention, even though they are central to supporting a just transition to a sustainable economy.” Das FNG unterstützt die Reform grundsätzlich und sieht Verbesserungsbedarf bei Mindestquoten, Ausschlüssen und Definitionen.
Nächste Schritte
Begleitung des Trilogs.

Eurosif zum Parlamentsentwurf ↗

Institutional Investors Group on Climate Change (IIGCC)

London

Rolle
Europäische Investoreninitiative zum Klimawandel; ihr Net Zero Investment Framework (NZIF) ist ein verbreiteter Rahmen für Transition-Strategien.
Position
Unterstützt eine eigene Transition-Kategorie ausdrücklich, die sich auf Transitionspläne und Methoden wie das NZIF stützen soll; empfiehlt einen Blick auf die Ausrichtung einzelner Anlagen und Stewardship in allen Kategorien (Position vom Februar 2026).
Nächste Schritte
Begleitung des Trilogs und der delegierten Rechtsakte.

Positionspapier ↗

Principles for Responsible Investment (PRI)

London

Rolle
Weltweit größte Initiative verantwortlicher Investoren.
Position
Unterstützt viele Änderungen, warnt aber vor unbeabsichtigten Kosten; fordert eine bessere Abstimmung mit Berichtspflichten und Taxonomie sowie Transparenz über Datenquellen und Schätzungen (Position vom Februar 2026, Ergänzung vom Juli 2026).
Nächste Schritte
Begleitung des Trilogs.

Policy Briefing ↗

ICMA und EFRAG (Standardsetter)

Zürich und Brüssel

Rolle
ICMA setzt die Marktstandards für grüne Anleihen und Transition Bonds; EFRAG entwickelt die europäischen Berichtsstandards (ESRS) für Unternehmen.
Position
ICMA hat im November 2025 Leitlinien für Climate Transition Bonds und ein überarbeitetes Climate Transition Finance Handbook veröffentlicht. Die vereinfachten ESRS hat die Kommission im Juli 2026 angenommen; ein Transitionsplan muss danach nur berichtet werden, wenn das Unternehmen einen hat.
Nächste Schritte
Anwendung der vereinfachten ESRS ab dem Berichtsjahr 2027.

ICMA Climate Transition Finance Handbook ↗

Zivilgesellschaft

Echter Wandel oder Etikett?

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Umwelt- und Verbraucherorganisationen sowie Watchdogs.

Reclaim Finance

Paris

Rolle
Nichtregierungsorganisation, die den Finanzsektor zu fossilen Energien beobachtet.
Position
Fordert, dass alle drei Kategorien Unternehmen mit neuen fossilen Projekten ausschließen, und kritisiert die Öffnung durch Rat und Parlament (offener Brief vom Februar 2026).
Nächste Schritte
Einflussnahme auf den Trilog.

Offener Brief ↗

urgewald, Finanzwende und Facing Finance

Deutschland

Rolle
Deutsche Organisationen, die Greenwashing in Fonds untersuchen.
Position
Die Studie „Endlich fossilfrei?“ (2026) zeigt, dass die ESMA-Leitlinien zu Fondsnamen wirken, viele Fonds die Regeln aber durch Umbenennung umgehen. Nach ihrer Berechnung müssten Fonds in der Transition-Kategorie nach dem Kommissionsvorschlag rund 2,3 Mrd. € an fossilen Beteiligungen verkaufen.
Nächste Schritte
Einflussnahme auf den Trilog.

Studie „Endlich fossilfrei?“ ↗

ShareAction

London

Rolle
Nichtregierungsorganisation für verantwortliches Investieren mit Schwerpunkt Stewardship.
Position
Sieht in der Transition-Kategorie großes Potenzial, wertet den Ausschluss fossiler Expansion als Schritt in die richtige Richtung, sieht aber wegen lockerer Anforderungen ein hohes Greenwashing-Risiko und fordert, Stewardship ins Zentrum zu stellen (Briefing vom Februar 2026).
Nächste Schritte
Einflussnahme auf den Trilog.

Policy Briefing ↗

BEUC, Better Finance und Finance Watch

Brüssel

Rolle
Europäische Verbraucher- und Anlegerorganisationen.
Position
BEUC begrüßt die Transition-Kategorie, verlangt aber, eine Lücke zu schließen: Fonds auf Klima-Referenzwerte für den klimabedingten Wandel dürften sonst in neue fossile Projekte investieren. Better Finance veröffentlichte im September 2026 den Bericht „Transition Investing 2026“ und spricht sich für eine eigene Transition-Kategorie aus, damit Privatanleger glaubwürdige Strategien erkennen.
Nächste Schritte
Einflussnahme auf den Trilog und auf die Beratungsregeln.

Better Finance: Transition Investing 2026 ↗

WWF und weitere Unterzeichner

Europa

Rolle
Umweltorganisationen, die sich gemeinsam zu SFDR 2.0 äußern.
Position
Ein offener Brief von 133 Organisationen vom Februar 2026 fordert, fossiles Greenwashing in EU-Fonds zu vermeiden.
Nächste Schritte
Einflussnahme auf den Trilog.

Offener Brief (PDF) ↗

Wissenschaft und Medien

Was wirkt nachweislich?

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Hochschulen, Forschungsinstitute, Think Tanks und Fachpresse.

Transition Pathway Initiative Centre (London School of Economics)

London

Rolle
Bewertet, wie börsennotierte Unternehmen den Übergang zu einer emissionsarmen Wirtschaft managen; die Daten nutzen viele Investoren.
Position
Der Bericht „Transition Planning 2026“ kommt zu dem Ergebnis, dass keiner der untersuchten Öl- und Gaskonzerne eine Diversifizierung in einem Umfang plant, der mit einem emissionsarmen Szenario vereinbar wäre.
Nächste Schritte
Ausweitung der Bewertungen auf deutlich mehr Unternehmen.

Transition Pathway Initiative ↗

Grantham Research Institute (London School of Economics)

London

Rolle
Forschungsinstitut zu Klimawandel und Umwelt mit eigenem Labor zu Just Transition Finance.
Position
Untersuchte im Januar 2026, wie private Kredit- und Beteiligungsfonds einen gerechten Übergang finanzieren, und betont die Bedeutung glaubwürdiger, gerechter Transitionspläne.
Nächste Schritte
Weitere Forschung zu Just Transition Finance.

Studie vom Januar 2026 ↗

Center for Sustainable Finance and Private Wealth (Universität Zürich)

Zürich

Rolle
Forschungszentrum zur Wirkung nachhaltiger Geldanlagen.
Position
Prägte die Unterscheidung zwischen der Wirkung eines Unternehmens und der Wirkung eines Investors, etwa im vielzitierten Aufsatz „Can Sustainable Investment Make an Impact?“ von Kölbel, Heeb, Paetzold und Busch.
Nächste Schritte
Laufende Forschung zur Wirkung von Investoren.

Center for Sustainable Finance ↗

Theia Finance Labs

Berlin

Rolle
Gemeinnütziger Think Tank, früher 2° Investing Initiative Deutschland; entwickelt Klimadaten und Analysen für den Finanzsektor, etwa zu kleinen und mittleren Unternehmen.
Position
Arbeitet an Werkzeugen, mit denen Finanzinstitute die Ausrichtung ihrer Portfolios und Transitionsrisiken messen.
Nächste Schritte
Weiterentwicklung der Datenprogramme.

Theia Finance Labs ↗

Hinweis: Eine eigene Position zu SFDR 2.0 war nicht auffindbar.

Fachmedien

Europa

Rolle
Machen Positionen und Verhandlungsstände sichtbar, etwa Responsible Investor, IPE und ESG Today auf Englisch sowie portfolio institutionell und DAS INVESTMENT auf Deutsch.
Position
Berichten fortlaufend über die Verhandlungen zu SFDR 2.0, insbesondere über den Streit um fossile Unternehmen in der Transition-Kategorie.
Nächste Schritte
Berichterstattung über den Trilog.

Responsible Investor ↗

Entstehung: recherchiert und formuliert mit Unterstützung von KI-Werkzeugen, fachlich geprüft und verantwortet von Stefan Fritz. Mehr dazu im Impressum